#Finenotes - Macallan Ruby

Am Ufer des Spey gelegen, war The Macallan eine der ersten legalen Brennereien in Schottland: im Jahre 1824 bekam Alexander Reid die Brennlizenz. Als er 1847 starb, übernahm sein Sohn Alexander die Destillerie. Nach dessen Tod ging die Brennerei 1858 an James Shearer Priest und James Davidson, die diese 10 Jahre später an James Stuart, dem damals auch dieGlen - Spey - Destillerie gehörte, veräußerten. 1882 wurde die Brennerei von Roderick Kemp erworben, dessen Familie das Unternehmen in den folgenden 100 Jahren erweiterte. Ab 1965 wurde die Zahl der Brennblasen deutlich erhöht: 1965 von 6 auf 12, 1974 auf 18 und 1975 auf 21. Im Jahr 1999 erwarb die Edrington Group die Brennerei, sie gilt als der Royce Rolls der Speyside. Seit 2012 ersetzt Macallan seine bisherigen Abfüllungen durch die 1824 Serie ohne Altersangabe. Dabei sollen alle kürzer als 18 Jahre gelagerten Varianten (Sherry Oak 10, Sherry Oak 10 Cask Strength, Sherry Oak 12, Fine Oak 10, Fine Oak 12, Fine Oak 15, Fine Oak 17) durch die vier farbkodierten Mischungen ( Gold, Amber, Sienna und Ruby ) ersetzt werden. Alle vier Färbungen beruhen auf der Lagerung und Lagerdauer in den unterschiedlichen Fässern. Macallan färbt seine Whiskys im Gegensatz zu den meisten anderen schottischen Brennereien nicht. Anscheinend ist wieder Besserung in Sicht, der 12er  Double Cask steht in den Startlöchern und ist mittlerweile regelmäßig erhältlich.

Sodala, bin mal wieder bei Macallan gelandet...die ganze Aufmachung ist schon mal was ganz besonderes. Tolle Verpackung, macht richtig was her und die Farbe vom Whisky ist mal richtig dunkel ( Macallan färbt nicht ).

 

Dann legen wir mal los:

In der Nase eine wundervolle Sherry Note, dunkle Früchte ( Rosinen, Datteln und Plaumenkompott ), toll komplex und aromatisch.

Jetzt der erste Schluck:

Super fruchtig süß und voll, gleichzeitig komplexe Vielfältigkeit. Sherry, Rosine, Süße, etwas Prickeln auf der Zunge, gewürzt mit einer angenehmen Portion Eiche.

Der Abgang ist lang und intensiv...dunkle Früchte und süß, leicht würzig ( toll eingebunden die Eiche ), man hat nach ein paar Minuten noch was davon.

 

Mein Fazit: Ein toller Malt, den es bald nicht mehr geben wird, er hat seinen Preis aber blendet man diesen Punkt aus. Ist dieser Whisky einfach ein Hammer, ausgewogener geht es kaum noch. Jetzt kommen bestimmt wieder die Kritiker und sagen ( bäääh NAS zu teuer, mag sein....es bleibt aber trotzdem ein richtig guter Tropfen!! ). Spitzenwhisky, sehr intensiv, mit voller Aromenfrach!!!