#Finenotes - Kilkerran 12 Jahre

Glengyle ist eine 1872 von William Mitchell gegründete und 1873 fertiggestellte Whiskybrennerei. Die Brennereigebäude sind in den schottischen Denkmallisten in die Kategorie B einsortiert.[1]

Als in den 1910er Jahren die Whiskybranche von der wirtschaftlichen Depression und der Prohibition in den USA getroffen wurde, musste in der Folge die Destillerie wegen der schlecht laufenden Geschäfte 1919 verkauft werden. Nur kurze Zeit später, 1924, wechselte die Brennerei erneut den Besitzer. Dieser fuhr die Produktion der Brennerei nur ein Jahr später herunter und verkaufte die Restbestände des Whiskys. Ende 2000 wurde die Brennerei durch Mitchell`s Glengyle Ltd. wieder in Stand gesetzt und modernisiert. Geleitet wird die Brennerei seither von Hedley Wright, der ein Nachfahre des Firmengründers William Mitchell ist und bereits die ebenfalls in Campbeltown liegende Brennerei Springbank leitet. Die Brennblasen bezog man von der Brennerei Ben Wyvis, die dort nur wenige Jahre im Einsatz waren, bevor sie 1976 geschlossen wurde. Seit dem 12. August 2016 gibt es mit dem 12 jährigen Kilkerran den ersten Standardwhisky aus der Glengyle-Brennerei. Der Kilkerran 12yo ist der Nachfolger der WIP-Serie (Work in Progress), anhand derer man die Reifung der Whiskys aus der Campbeltown Destillerie über die Jahre verfolgen konnte. Der 12 jährige Single Malt Whisky soll in Zukunft jährlich erscheinen. Campbeltown ist mit derzeit nur drei aktiven Brennereien die kleinster der schottischen Whisky Regionen. Malzige und starke Whiskys sind typisch für dieses Gebiet.

Ein noch sehr neuer Vertreter, aber schon 12 Jahre alt, mal schauen was er so kann...

 

In der Nase hab ich eine frische Zitrusnote mit Eichenaromen, gefolgt von einem Spiel von Vanille und Kirschen, ganz entfernt eine leichte Rauchnote mit leckeren Mandelduft. Eine schöne ausbalancierte Nase ein tolles Wechselspiel.

Jetzt bin ich gespannt...

Der erste Schluck, jetzt weiß jeder sofort wo man ist, leichter Rauch mit einer maritimen Note, diese frische Note von Zitrus ist bääähm sofort da, dann kommt eine schöne leichte Süße von Vanille und Mandeln zum Vorschein.

Aber Hallo...

Im Nachklang, leichter Rauch mit einem hauch Salzigkeit und Süße, leichter Anis und ein langer Abgang.

 

Mein Fazit: etwas ganz anderes, ein toller Tropfen der Handwerklich schön gelungen ist, absolute Kaufempfehlung, devinitiv zuschlagen!!